Wissenswertes

Die GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) steht dem Konzept zu den nationalen Bildungsstandards der KMK (Kultusministerkonferenz) skeptisch gegenüber

Die GEW lässt bereits vor einer offiziellen Stellungnahme Kritik an dem geplanten Konzept zu den nationalen Bildungsstandards der KMK (Kultusministerkonferenz) durchscheinen. Diese Standards sollen unter starkem öffentlichen Druck angesichts der PISA-Studie mit "heißer Nadel" gestrickt worden sein, was dazu führe, dass die Zeitvorgabe für eine Stellungnahme seitens der GEW zu kurz bemessen ist, so Marianne Demmer, Verantwortliche für Schulpolitik im Vorstand der GEW.

Bereits im Februar 2003 stellten Bundesbildungsministerin Bulmahn, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Staatsministerin Wolff sowie Professor Klieme vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung eine vom BMBF in Auftrag gegebene Expertise zur Entwicklung nationaler Bildungsstandards vor. Diese sollen, so Buhlman, die Qualität des Unterrichts und die Lernergebnisse verbessern. Die Standards beschreiben Kompetenzen, die allen Schülern in den jeweiligen Jahrgangsstufen vermittelt werden sollen, um so zentrale Bildungsziele erreichen zu können.
Diese Basis ist somit als Ausgangspunkt für die individuelle Förderung der Schüler zu betrachten. Dabei soll den Schulen allerdings nicht die Entscheidungsmacht abgesprochen werden. Wie die einzelnen Schulen die festgelegten Bildungsziele in die Tat umsetzen, soll in Zukunft eigenständig entschieden werden. Das Formulieren von schulformübergreifenden Mindestkompetenzen soll vor allem den unterdurchschnittlichen Schülern zugute kommen und allen Schülern die gleichen Bildungschancen eröffnen.

Marianne Demmer von der GEW betont, die Standards seien nur dann sinnvoll, wenn sie in ein Qualitäts- und Schulentwicklungskonzept eingepasst sind, dessen Leitgedanke Integration und Förderung ist. Die KMK beschränke sich jedoch auf Qualitätssicherung, habe aber bisher nicht definiert, welche Qualität damit gemeint ist, so Demmer.

Mehr dazu unter:

http://gew-nrw.de/bildungspolitik/richtl_u_lehrplaene/default.cfm




(07.08.2003)

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