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Wissenswertes
Im neuen
Schuljahr werden 240 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen offene
Ganztagsgrundschulen
Bis zum 31. Mai hatten sich Grundschulen aus 74 Städten und
Gemeinden darum beworben, beim Start des neuen Projektes in diesem
Jahr dabei zu sein. Das Land Nordrhein-Westfalen
stellt für diese Schulen in diesem Jahr zusätzlich rund
10 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden ab Sommer 100
zusätzliche Lehrerstellen sowie der übrige Landesanteil
für das Projekt finanziert.
Die meisten offenen Ganztagsgrundschulen werden im Regierungsbezirk
Arnsberg (76 Schulen) gegründet. Es folgen die Regierungsbezirke
Düsseldorf (71 Schulen), Köln (40 Schulen), Münster
(32 Schulen) und Detmold (21 Schulen). Insgesamt werden für
fast 12.000 Kinder Plätze in offenen Ganztagsgrundschulen geschaffen.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich zum Ziel
gesetzt, bis zum Jahr 2007 einem Viertel aller Grundschüler
- das sind knapp 200.000 Kinder - einen Ganztagsplatz in der offenen
Ganztagsgrundschule anbieten zu können.
Die nordrhein-westälische Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer
bekräftigte, dass die offene Ganztagsgrundschule den Kommunen
helfen solle, ihrer Aufgabe, Ganztagsbetreuung für Schulkinder
anzubieten, nachkommen zu können. Die zusätzlichen Kosten
in Höhe von 1230 Euro pro Kind und Jahr, die durch die Umstellung
auf einen Ganztagsbetrieb entstehen, übernehme zu zwei Dritteln
das Land, ein Drittel müssten die Kommunen beisteuern, die
dafür bestehende Ganztagsangebote aus dem Bereich der Jugendhilfe
(z. B. Horte) einbringen sowie einen sozial gestaffelten Elternbeitrag
erheben könnten, der zwischen Beitragsbefreiung und 100 Euro
pro Monat liegen kann.
Die offene Ganztagsgrundschule soll fünf mal in der Woche bis
in den Nachmittag - in der Regel bis 16 Uhr - geöffnet sein.
Und das - abgesehen von Betriebsferien - auch während der Schulferien.
"Wir wollen in der offenen Ganztagsgrundschule bewusst nicht
nur zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer einsetzen, sondern auch
Angehörige anderer Berufsgruppen wie zum Beispiel Erzieherinnen
und Erzieher, Musikpädagogen, Künstler oder Sport-Übungsleiter",
sagte Schäfer. "Denn Kinder brauchen die Schule auch als
Lebensraum, sie brauchen Unterricht und Förderung, aber sie
brauchen auch mehr als das. In der offenen Ganztagsgrundschule muss
daher auch Platz für Spiel, Kreativität und Freundschaft
sein."
Weitere
Informationen, z.B. zu den Förderrichtlininen
(31.07.2003)
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