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Wissenswertes
Der
Verbraucherzentrale Bundesverband verklagt die Firma Kellogg's wegen
der unter dem Titel laufenden Werbeaktion "Kellogg`s Frosties
für Schulsport".
Kellogg's hat auf Verpackungen und im Internet mit der Aussage "Kellogg's
Frosties für Schulsport" geworben. Dabei sollen Schülerinnen
und Schüler "Tony Taler" sammeln und diese dann gegen
Sportmaterialien für ihre Schule eintauschen.
Der Verbraucherzentrale
Bundesverband (vzbv) will mit diesem Musterverfahren im Rahmen seiner
Kinderkampagne
gerichtlich klären, wie weit Unternehmen bei auf Schulen ausgerichteter
Werbung gehen dürfen. Mit der Kampagne möchte der vzbv
aktiv und konsequent gegen Werbung vorgehen, die Kinder und Jugendliche
manipuliert und gegen die Selbstverpflichtungen der Werbewirtschaft
verstößt. Das Projekt Kinderkampagne wird finanziell
gefördert vom Bundesministerium
für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.
Darüber hinaus soll die Kinderkampagne dazu beitragen, die
Werbekompetenz von Kindern und Jugendlichen zu erhöhen und
die Verantwortung von Eltern, Erziehern und Lehrern zu fördern.
So können Eltern, Erzieher und Lehrer bis zum 31. Januar 2004
per elektronische Postkarte unter http://postkarte.kinderkampagne.de
Hinweise auf fragwürdige oder lobenswerte Beispiele aus der
Werbung abgeben.
Das Fernsehen hat nach
wie vor den größten Einfluss auf das Konsumverhalten
von Kindern und Jugendlichen. Im Durchschnitt sehen Kinder und Jugendliche
täglich rund zwei Stunden fern (Quelle: Deutsche Gesellschaft
für Ernährung, Ernährungsbericht 2000) und sehen
somit monatlich ca. 900 Werbespots. Besonders in den Bereichen Lebensmittel,
Tabak, Alkohol, Handys und Internet werden Kinder und Jugendliche
beworben und zum Kauf bestimmter Produkte angeregt. Die Werbebotschaften
bleiben nicht ohne Wirkung: so zählt "shoppen gehen"
zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten unter Kindern und Jugendlichen,
wie die KidsVerbraucherAnalyse
2003 ergab.
Bereits Kinder ab drei Jahren können Markenlogos erkennen.
Bis zum Alter von sechs Jahren sind sie aber noch nicht in der Lage,
zwischen Programm und Werbung zu unterscheiden. Erst ab dem achten
Lebensjahr werden sie zunehmend kritischer und können differenzierter
denken, obwohl sie auch in diesem Alter den Sinn und die Formen
von Werbung noch nicht voll erfassen können. Eltern sollten
deshalb gemeinsam mit den Kindern über Werbung sprechen und
ihnen helfen, einen bewussten Umgang mit den eigenen Kosumwünschen
zu finden.
Die Ausbildung mündiger Verbraucher gehört aber auch zum
Angebot von Schulen und Bildungseinrichtungen. Denn die Fähigkeit
mit Werbung und Konsum umzugehen ist nicht angeboren, sondern muss
erlernt werden.
Auf den Internetseiten
der Kinderkampagne finden Lehrer und Erzieher Projektideen für
die Vermittlung von Werbekompetenz bei Kindern und Jugendlichen
und können sich Unterrichtsmaterialien (pdf-Dokumente) herunterladen.
(13.11.2003)
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