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OECD-Länder wollen Lebenslanges Lernen besser fördern

Die Mitgliedsländer der OECD (Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wollen die Bedingungen für ein Lebenslanges Lernen weiter verbessern. Dies vereinbarten Vertreter von 26 Ländern zum Abschluss der dreitägigen OECD-Konferenz "Policies to strengthen incentives and mechanisms for co-financing lifelong learning" (8. - 10. Oktober 2003) in Bonn. 

Die OECD-Konferenz bildete den Höhepunkt der OECD-Initiative "Ko-Finanzierung Lebenslangen Lernens". Ziel der Konferenz war es, den Dialog der relevanten Politikfelder und der Wirtschaft zur Finanzierung des Lebenslangen Lernens zu intensivieren und zusätzliche Chancen und Möglichkeiten des strukturellen Zusammenwirkens aufzuzeigen.
Diskussionspunkte waren:

  • die Rolle öffentlicher und privater Institutionen sowie der Sozialpartner
  • strukturelle Rahmenbedingungen in internationaler Perspektive
  • Instrumente zur Finanzierung Lebenslangen Lernens, z. B. Lernkonten sowie Steuerpolitik
Der OECD-Direktor für Bildung, Barry McGaw bezeichnete die Förderung des Lebenslangen Lernens als gesamtgesellschaftlich notwendige Aufgabe. "Die Qualität der Angebote muss weiter verbessert und die Finanzierung nachhaltig gesichert werden. Der finanzielle Druck ist für niedrig Qualifizierte besonders groß. Lebenslanges Lernen ist eine andere Form der Vermögensbildung. " Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn meinte hierzu: "Die Menschen müssen leichter Zugang zur Bildung finden und das Lebenslange Lernen mit Freude betreiben."

Die Finanzierung von Weiterbildung soll unter anderem durch Instrumente wie Lernzeitkonten oder Bildungsgutscheine gewährleistet werden. Der Erfolg hänge aber stark von den Rahmenbedingungen und Strukturen des Bildungssystems ab, sagte McGaw.

Bulmahn wies darauf hin, dass die Weiterbildung dem Einzelnen neue Chancen eröffne und den Arbeitsmarkt wirksam entlaste. Die Ministerin verwies dabei insbesondere auf das Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Lernende Regionen" mit dem in Deutschland mit 118 Millionen Euro bis 2007 74 Lernende Regionen fördert. Davon übernimmt der Europäische Sozialfonds fast 50 Millionen Euro. Mit dem Programm werden regionale Netzwerke gefördert, die ein maßgeschneidertes Beratungs,- Lern- und Weiterbildungsangebot vor Ort bieten und damit zur Innovationsstärkung der Unternehmen und zur regionalen Entwicklung beitragen.

Für die Weiterbildung müsse ein hohes Niveau der Angebote gesichert werden, unterstrich Bulmahn. Dafür bereite der Bund gemeinsam mit den Ländern eine einheitliche Zertifizierung vor und habe mit dem Info-Web-Weiterbildung, eine Metasuchmaschine mit Zugang zu 30.000 Weiterbildungsanbietern in Deutschland, Transparenz auf dem Markt geschaffen. Die Stiftung Warentest untersuche auf ihre Initiative hin verschiedene Angebote des Weiterbildungsmarktes.

(16.10.2003)

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